„Calling All Nations“ im Olympiastadion Berlin

Ich war dabei … kann ich meinen Enkeln spĂ€ter einmal sagen 😉 Meine Frau und ich sind extra frĂŒher aus dem Urlaub zurĂŒckgekommen, um teilnehmen zu können. Wir erlebten die Veranstaltung aus der Perspektive der Nordkurve und ich will erst gar nicht damit anfangen einen Erlebnisbericht hier abzuliefern, das hat Pascal Goertz auf Jesus.de besser gemacht [-> http://www.jesus.de/show.sxp/9494_calling_all_nations___wir_rufen_die_nationen__.html ].
Ich wollte hier nur kurz auf einen typisch weltlich abgeklĂ€rten Artikel „Jubelnde JĂŒnger im Olympiastadion“ von Claudia Keller aus dem Tagesspiegel eingehen. Die Autorin tut sich besonders hervor durch Unkenntis der Pfingstlich-Charismatischen Bewegung und versucht sich daher in eine zynisch-abwertende Darstellung der Veranstaltung zu retten … DafĂŒr erntet sie natĂŒrlich online massenhaft negativen Protest von gestrengen Geschwistern, dass es einem das Herz zerreisst. Daher folgt hier jetzt eine kleinen Verteidigungsrede stellvertretend fĂŒr alle kopfschĂŒttelnden Journalisten die von Calling all Nations berichtet haben

Etwas mehr Gnade bitte …
… fĂŒr unsere nichtwiedergeborenen MitbĂŒrger! Was will man von einer Journalistin, die im Tagesspiegel in der Regel fĂŒr trockene Landeskirchen-Berichterstattung zustĂ€ndig ist, deren intensivstes religiöses Erlebnis … sagen wir mal im besten Falle … ein Kirchentags-Abschlussgottesdienst darstellt … und die sich privat … wenn sie ĂŒberhaupt noch Zeit hat … wahrscheinlich eher in den nihilistischen … oder schlimmer esoterischen … Hauptstadt-Biotopen der AnythingGoes-Szene aufhĂ€lt, in denen viele von uns … geben wir es doch zu … frĂŒher auch unsere Lebenszeit vernichtet haben …
Was wollt Ihr denn da ernsthaft erwarten, wenn sie erstmals Kontakt mit der charismatischen Christen und Pfingstlern bekommt … mit Christen also, die Gaben des Heiligen Geistes haben, die fĂŒr die Nationen beten, geistliche KampffĂŒhrung womöglich noch in allerheftigstem martialischem Vokabular ausĂŒben … die die LoveParade in genau diesem geistlichen Zusammenhang sehen, durch Gebet die Welt verĂ€ndern wollen, Proklamationen aussprechen, DĂ€monen austreiben, Israel lieben und mit blau-weissen Davidstern-Flaggen oder gar mit Deutschlandfahnen herumlaufen, auf denen „Jesus ist Herr!“ steht … oder das allerallerschlimmste was man einem deutschen Journalisten antuen kann und was in dieser Szene mitunter vorkommen soll …. den amerikanischen PrĂ€sidenten George W. Bush halbwegs sympathisch finden, ihn als Christ und Mitbruder ansehen … ein absolutes KO-Kriterium fĂŒr die normale geistige ZurechnungsfĂ€higkeit eines MitteleuropĂ€ers … in deren Augen.

Bei so vielen von weltlichen Journalisten einfach gar nicht zu verarbeitenden EindrĂŒcken und Informationen können wir doch froh sein, dass Frau Keller ĂŒberhaupt noch in der Lage war, einen halbwegs lesbaren normal-zynischen Durchschnittsartikel zu schreiben. Ausserdem wird es in Berlin ja noch weitere Gelegenheiten fĂŒr interessierte Journalisten geben die geheimnisvolle Welt der Pfingstler und Charismatikerkennen zu lernen … lebensverĂ€ndernde Erkenntnisse und vollkommen ĂŒberwĂ€ltigende Erlebnisse können dabei allerdings nicht vollkommen ausgeschlossen werden [-> http://www.gadw.org/index.php?menu=termine
http://www.gfberlin.de ].

Also … etwas mehr Gnade bitte, liebe Mitgeschwister 😉
FĂŒr alle von diesem Artikel EnttĂ€uschten … hier habt ihr einen guten Echtzeitbericht von Pascal Görtz von Jesus.de
[-> http://www.jesus.de/show.sxp/9494_calling_all_nations___wir_rufen_die_nationen__.html ]

Jesus Christus ist Herr!

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
wanderprediger

„Calling All Nations“ im Olympiastadion Berlin

Heuchelei der Friedensbewegung

In meinem Krankenhaus liegen an einigen strategisch wichtigen Punkten die neuesten Verlautbarungen der Ärzte gegen den Atomkrieg aus. Eine der letzten Hefte behandelten den Iran-Konflikt. Da ich die kompromisslos antiamerikanische Haltung dieser Gruppierung im Laufe der Jahre kennenlernen konnte, war ich nun sehr gespannt, wie diese Organisation auf das offensichtliche Streben des Irans nach Atomwaffen vor dem Hintergrund der Vernichtungsdrohungen gegen Israel reagieren wĂŒrde. Und ich musse sagen, ich bin geschockt … nach einer minnikleinen Passage, die den Iran verhalten kritisierte war der absolute Schwerpunkt des Artikels die Verurteilung eines US-amerikkanischen Atomangriffs auf Iran. Sogar eine Studie ĂŒber das Ausmass eines solchen Angriffs wurde von dieser Organisation schon veröffentlicht. Unglaublich diese Einseitigkeit. Dass dies kein Einzelfall in der streng antiamerikanisch orientierten Friedensbewegung ist beschreibt Jeff Gedmin in der Tageszeitung Die Welt am 21.07.2006: „Wirklich amĂŒsant ist aber nicht die offensichtliche Doppelmoral, welche die UntĂ€tigkeit der Friedensbewegung im Fall des Iran (aber auch des Sudan, Nordkoreas oder Syriens) an den Tag legt, sondern was manche dieser Gruppen zur Zeit von sich geben. Das Netzwerk Friedenskooperative ist besorgt, daß im Iran eine „prowestliche“ Regierung an die Macht kommen könnte. Auf der Website der AG Friedensforschung der UniversitĂ€t Kassel findet sich ein Papier von Professor Meggle von der UniversitĂ€t Leipzig, der schreibt, daß der „Iran blöd wĂ€re“, wenn er keine Bombe bauen wĂŒrde. Die Deutsche Friedensgesellschaft erklĂ€rt, der Iran brauche die Bombe, um sich gegen Amerika und Israel zu verteidigen.“
Mit freundlichen GrĂŒssen
wanderprediger

Diskussion zu diesem Thema auf Jesus.de
Heuchelei der Friedensbewegung