Obama setzt sich für staatliche Abtreibungsförderung ein

Obama hat gleich in den ersten Tagen seiner Amtszeit eine Verordnung seines Vorgängers außer Kraft gesetzt, nach der Organisationen, die Abtreibungen durchführen oder unterstützen keine staatliche Förderung erhalten sollen. Das ist nicht besonders erstaunlich, weil die Haltung zur Abtreibung in Amerika zu einem wichtigen Mittel der politischen Profilbildung geworden ist. Erstaunlich ist vielleicht, wie eilig Obama es mit diesem Thema hatte. Aber es wäre falsch, Obama jetzt als Hauptursache für das ganze Grauen anzusehen, dass durch dieses neue Gesetz für Millionen von Kindern entsteht, denn der Bedarf nach Kindestötungen besteht offensichtlich auch unabhängig von Obama und war schon vor seiner Wahl ein klarer Auftrag seiner Wähler. Mit Clinton überbot er sich regelrecht darin, wer die liberalere Abtreibungspolitik verfechten würde.

Wie kommt es eigentlich, dass gerade in den reichsten Nationen der Welt scheinbar so viele Frauen in Not sind, dass sie keine andere Lösung mehr sehen, als ihre eigenen Kinder zu töten? Die Entwicklungsländer haben hier traditionell eine viel konservativere Vorstellung. Und auch in den Industrienationen sind es nicht unbedingt die ärmsten Frauen, die sich für Abtreibung stark machen sondern die reiche bürgerliche Mittel- und Oberschicht. Die Armen treiben zwar auch viel ab, aber sie sind nicht die Gruppe, die sich laut dafür stark macht. Früher galt es als Zeichen der größten Verzweiflung, wenn Eltern ihre eigenen Kinder aufaßen, was z.B. in Zeiten der Belagerung durchaus vorkam. Heute scheint es ein Zeichen des Wohlstandes zu sein. Vielleicht stimmt es auch, dass größte Armut und größter Reichtum eine ähnlich starke Gier in den Menschen wecken. Damit könnte man zumindest auch erklären, weshalb sich die Grünen und die SPD in ihrer Regierungszeit so für eine Regelung stark gemacht hatten, die gerade die wohlhabenden Eltern finanziell stark für jedes Kind belohnt, während die Armen erheblich weniger Geld bekommen sollten. Vielleicht muss die Wirtschaft wirklich erst zusammenbrechen, bevor die Menschen im Westen sich wieder Kinder leisten können.

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