CDU ohne C – Christliche Kleinparteien fusionieren für Superwahljahr 2009!

Es rumort in der CDU … Viele Konservative können sich in dem linksliberalen Kurs der Parteivorsitzenden Frau Merkel nicht mehr wiederfinden. Glänzend auf den Punkt bringt dies eine in der Tageszeitung DIE WELT veröffentlichte Protestnote von Wulf Schönbohm, dem Bruder des nach eigenen Aussagen letzten Konservativen der CDU, dem Brandenburger Innenminister Jörg Schönbohm.
Wulf Schönbohm wirft Angela Merkel vor, sie ruiniere das konservative Profil der Union und mache sich zum blinden Erfüllungsgehilfen der linken Mitte – auch auf Kosten ihrer eigenen Pateifreunde. Wenn dies so weitergehe, würde die Union untergehen. Schönbohm erwähnt neben Personalquerelen der CDU Themen wie
Antidiskriminierungsgesetz, Kernenergie, Klimaschwindel, Krippenausbau. Aus unserer christlich-konservativen Sicht fehlen mindestens noch die Themen Abtreibung, Homo-Ehe, Stammzellforschung und Islamisierung auf der Unzufriedenheits-Agenda.
Aber weiter mit Schönbohm, denn seine Schlußsätze haben schon etwas prophetisches, wenn er meint: „in der linken Mitte tummelt sich bei uns alles, die rechte Mitte kann nur von der Union besetzt werden. Tut sie dies nicht, lädt sie eine neue Partei dazu ein, diese Marktlücke zu schließen. Und dann gute Nacht, Union!“
Und diese neue christliche Partei soll gerade gegründet werden!
Interessanterweise gibt es hierzu noch überhaupt keinen Presseartikel. Wie aus einem passenderweise mit der diesjährigen „Neues wächst“-Jahreslosung beginnenden Mitgliederbrief der Partei Bibeltreuer Christen hervorgeht, wird zur Zeit fleißig an einer neuen christlichen Plattform „Aufbruch ´09“ gearbeitet. „Am 20. April trafen sich 25 geistliche und politische Leiter in Baunatal bei Kassel. Hartmut Steeb, Prof. Dr. Buchner (Bundesvorsitzender der ÖDP), 9 Vertreter der PBC, 3 Vertreter der Zentrumspartei, 3 weitere Geschwister aus der ÖDP, Uwe Dahlke (CZK), Michael Winkler (Forum Leben Netzwerk), Micha Siebeneich (Treffpunkt Leben Ditzingen), Joost Reinke (freikirchl. Beauftragter beim Landtag NRW), Claus Philippin (ICCC Deutschland), Gerard Geijtenbeek (CU), Vertreter von Kaleb e.V. und Christdemokraten für das Leben, sowie Horst Koch (JmeM Altensteig). Verschiedene Aspekte und Fragen wurden behandelt, aber in einem Punkt waren sich alle einig: Jesus will, dass die Christen in der Politik zusammenrücken und es ist Kairos, also der von Gott geschenkte, richtige Zeitpunkt dafür. Ursprünglich wollten wir die Frage: „Ist Aufbruch `09 von Gott?“ bis Ende Juni 07 geklärt haben. Zunächst Ende März in Gnadenthal war den Teilnehmern schon klar: ja, es ist so. In Kassel Ende April hat sich das wiederholt: die Teilnehmer sagen, „wir brauchen nicht mehr wiederzukommen im Juni. Es ist jetzt schon klar.“

CDU ohne C – Christliche Kleinparteien fusionieren für Superwahljahr 2009!

12 Gedanken zu „CDU ohne C – Christliche Kleinparteien fusionieren für Superwahljahr 2009!“

  1. Gut, dass du es erwähnst, ich habe bisher nämlich auch noch nichts davon mitbekommen. Ich halte es für einen erfreulichen und absolut richtigen Schritt. Hoffentlich greift Idea das Thema in gebührender Weise auf.

  2. Bei den letzten Bundeswahlen haben die oben genannten Parteien, nach election.de, 0,2% der Stimmen erhalten und diese hauptsaechlich durch die PBC.
    Dass ein grosses Potenzial in der CDU (wohl kaum der CSU) besteht, steht ausser Frage. Jedoch sollten auch absprachen mit PAX Europa getroffen werden. Diese Parteigruendung zielt vor allem auf Menschen ab, denen die moralischen Werte (Gebote 5-10) am Herzen liegen und weniger die Herrlichkeit Gottes. Dennoch bestehen hier grosse Gemeinsamkeiten zwischen beiden Gruppen.

  3. Hi Moorwackler,
    der Parteigründungs-Prozeß steckt offensichtlich gerade in den Geburtswehen. Hoffentlich kommt was Lebensfähiges dabei heraus. Für einige PBCler ist das alles sehr schmerzlich …
    MfG wanderprediger

  4. aus o.g. Wikipediartikel:

    Ein wesentliches Thema seiner Amtszeit war der Versuch, die Zersplitterung der christlich orientierten Kleinparteien zu überwinden. Hierzu sollte rechtzeitig zur Bundestagswahl 2009 eine Allianz zumindest mit der Zentrumspartei und interessierten Mitgliedern der ödp geschmiedet werden. Dies sollte in Form einer neuen, weiteren Partei geschehen (Arbeitstitel: Aufbruch 09). PBC und Zentrum sollten hierzu die (ansonsten nicht mögliche) Doppelmitgliedschaft in jeweils der eigenen sowie der neuen Partei ermöglichen. Die PBC sollte nach einer Übergangszeit von 1-2 Jahren aufgelöst werden. Dies wurde jedoch auf einem Sonderparteitag der PBC am 15. Dezember 2007 endgülig abgelehnt. Er verzichtete daher auf die Kandidatur zu den Neuwahlen des Bundesvorstands und kündigte an, die von ihm favorisierte neue Partei auch ohne die Unterstützung der PBC zu gründen und aus der PBC auszutreten. Sein Amtsnachfolger als Bundesvorsitzender der PBC ist Ole Steffes. Im Januar 2008 erfolgte die Gründung der neuen „Partei für Arbeit, Umwelt und Familie“ (AUF) mit Weiblen als Vorsitzendem.

  5. Es ist dfoch völlig egal ob da zur nächsten Bundestagswahl irgendwelche „christlichen“ Kleinparteien fusionieren oder nicht! SPD, CDU, CSu, Grüne und FDP sind für HartzIV-Opfer, andere Sozialabbaubetroffene und Nichtbetroffene mit einem sozialen Gewissen ohnehin nicht mehr wählbar! Und wo waren diese diversen „christlichen“ Kleinparteien, als die vorangegangene rot-grüne Regierung sowas verbrecherisches wie HartzIV einführte? Hat dies irgendeine dieser Parteien zumindest kritisiert? – Nein! Im Gegenteil: viele Mitglieder der Partei Bibeltreuer Christen (PBC) z.B. vertreten sogar noch den Standpunkt HartzIV-Opfer würden noch viel zuviel Geld erhalten!
    Wie sieht es mit den Kirchen und deren Institutionen (z.B. Caritas und Diakonie) aus? Haben die etwa HartzIV als „unchristlich“ kritisiert? – Nein! Die lassen sich seitdem sogar noch mit billigen Arbeitssklaven in Form von Ein-Euro-Jobbern versorgen! Und seitens der Diakonie kam ebenfalls eine Kritik HartzIV-Opfer würden noch zuviel Geld erhalten!
    Außerdem sind die Kirchen und deren Institutionen als Arbeitgeber doch die schlimmsten Ausbeuter!
    Was die Parteien betrifft, sogibt es doch bei den Wahlen für HartzIV-Opfer nur noch zwei Alternativen: entweder DIE LINKE oder [gestrichen … Gruß wanderprediger]

  6. @Hartmut
    Ich weiß nicht, wie die christlichen Parteien zu den sozialen Fördergeldern stehen, die du als „Verbrechen“ bezeichnest. Aber ich weiß, dass sie eigentlich, also wenn sie Gottes Wort wirklich ernst nehmen, die Auffassung vertreten sollten, dass jemand, der nicht arbeitet auch nicht essen soll (ausgenommen sind natürlich Menschen, die nicht arbeiten können).
    Statt einer Sozialhilfe wäre ich daher eher für das Angebot von Beschäftigung, von denen in der Vergangenheit ja genug Beispiele aufgezählt wurden. Dann hätte man einerseits keine Konkurrenz zur Wirtschaft (was bei staatlich subventionierten Stellen im privaten Bereich der Fall ist) und man löst gleichzeitig das Problem der Schwarzarbeit unter Sozialhilfeempfängern.
    Dabei fällt mir ein, eine Bekannte hat mal einen Gärtner gesucht und sich deswegen ans Arbeitsamt gewendet. Von den wenigen Zusagen für ein Vorstellungsgespräch kamen dann noch viel weniger und von denen konnten manche erst ab 18.00 Uhr!
    Vermutlich würden die es als „Verbrechen“ bezeichnen, wenn sie nun auf einmal für ihr Geld arbeiten müssten. In der Landwirtschaft, z.B. beim Erdbeerpflücken, werden deshalb keine Arbeitslosen eingestellt – die haben dazu einfach keinen Bock – sondern regelmäßig Menschen aus Osteuropa, die sich für solche Arbeiten nicht zu schade sind.

    MfG

    Moorwackler

  7. Hallo, Moorwackler!
    Ist Die schon mal der Gedanke gekommen, daß die vielen Millionen Arbeitslosen, die derzeit an HartzIV verrecken, gerne arbeiten würden, es jedoch nicht können, weil sie niemand einstellt? Tatsache ist doch, daß immer weniger Menschen Arbeit haben, diese aber für immer weniger Geld immer mehr arbeiten sollen. Daß in diesem Staat im Rahmen eines neoliberalen Raubtierkapitalismus immer mehr Lohn- und Sozialdumping betrieben wird.
    Was die angebliche Schwarzarbeit betrifft, so handelt es sich hierbei lediglich um eine gegen die Arbeitslosen gerichtete Hetzpropaganda. Viele Millionen Arbeitslose wären froh, wenn sie, solange sie keine reguläre Arbeit bekommen, wenigstens irgendeine Schwarzarbeit fänden, um zu überleben.
    Und was die Erntehelfer aus Osteuropa betrifft, so kommen davon doch inzwischen immer weniger nach Deutschland. Immer mehr gehen in die Niederlande oder nach Großbritannien. Weil sie dort für die gleiche Arbeit wesentlich mehr Geld bekommen! Weil sie erkannt haben, wie sehr sie in Deutschland ausgebeutet wurden.
    Es ist in keinster Weise so, daß Arbeitslose keinen Bock haben zu arbeiten. Nur: wer arbeitet, will natürlich dafür auch einen angemessenen Lohn. Einen Lohn, wovon er überleben kann.
    Gerade bei den Kirchen und deren Institutionen (also z.B. Caritas und Diakonie) ist es doch inzwischen der Fall, daß immer mehr Mitarbeiter so wenig verdienen, daß sie auf ergänzende Leistungen im Rahmen von HartzIV angewiesen sind.
    Nicht nur immer mehr Menschen sind in diesem Land ohne Arbeit, sondern auch immer mehr arm trotz Arbeit!
    Tatsache ist doch, daß in diesem Land die Umverteilung von unten nach oben immer weiter voranschreitet. Auf der einen Seite explodieren z.B. die Gehälter von Managern und Politikern in astronomische Höhen, anderseits müssen andere Leute hungern und frieren.
    Und natürlich wird alles mit angeblich erforderlichen Sparmaßnahmen begründet. Doch erstaunlicherweise ist für solch imperialistische Kriegsziele wie den Afghanistaneinsätzen der Bundeswehr Geld genug vorhanden.
    Geringverdiener werden steuerlich immer mehr geschröpft, aber z.B. von der Einführung einer Börsenumsatzsteuer wird Abstand genommen, obwohl dadurch riesige Gelder in die Staatskasse kämen.
    Und wo es doch angeblich immer ums Sparen geht: allein durch die Abschaffung des Religionsunterrichts an den Schulen ließen sich jährlich 2,5 Milliarden Euro einsparen! Sogar weitere 14 Milliarden Euro jährlich durch die Streichung sämtlicher Subventionen des Staates an die Kirchen. Weitere 620 Millionen Euro jährlich durch Wegfall des Unterhalts theologischer Fakultäten mit diversen Lehrstühlen.
    Und es ist doch durch nichts einzusehen, weshalb Erzbischöfe und Kardinäle bis zu 11.000 Euro monatlich vom Staat (also nicht von deren Kirche) bekommen, während viele Millionen Menschen anHartzIV verrecken!

  8. Hallo Hartmut,

    aber wieso spricht das alles gegen meinen Vorschlag, das Arbeistlosengeld und Sozialhilfe in staatliche Beschäftigungsangebote umzuwandeln?

    Was deine Angaben zu Subventionen an die Kirchen angeht, wäre ich ehrlich gesagt skeptisch, weil die Kirchen sich eigentlich über Kirchensteuern finanzieren und die staatlichen Leistungen m.W. größtenteils in den sozialen Bereich gehen, wo sie auch hinwandern würden, wenn Atheisten vergleichbare soziale Dienste anbieten würden – was sie aber nicht tun. Aber auf diesem Gebiet kenne ich mich nicht gut aus.

    Gruß

    Moorwackler

  9. Hallo, Moorwackler,

    natürlich spräche nichts gegen staatliche Beschäftigungsangebote. Doch wo sind die denn? Seitens der HartzIV-Behörden wird doch nichts unternommen die Leute in Arbeit zu bringen. Stattdessen wird alles nur Erdenkliche unternommen, sie zu schikanieren, ihnen mit fadenscheinigen Begründungen rechtswidrig Leistungen vorzuenthalten.
    Dieser Staat bekämpft doch nicht die Arbeitslosigkeit, sondern er bekämpft die Arbeitslosen!
    Und es ist doch keinem Arbeitslosen damit gedientt, in irgendeinen Ein-Euro-Job hineingepreßt zu werden. Man will doch nicht arbeiten, um mit irgendetwas beschäftigt zu sein, sondern man will arbeiten, um mit seinem Verdienst seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, ohne auf irgendwelche ergänzenden Leistungen angewiesen zu sein.
    Und was die Finanzierung der Kirchen angeht, so wäre es ja richtig, wenn diese sich ausschließlich aus den Beiträgen ihrer Mitglieder finanzieren würden. Doch dies ist ja offenbar nicht der Fall.
    Und es müßte eine andere Art der Finanzierung gefunden werden, als die Kirchensteuer. Schließlich sollte Religion, und somit Kirchenzugehörigkeit, Privatsache sein. Dies ist jedoch bereits deshalb nicht der Fall, weil ja jeder Arbeitgeber anhand der Lohnsteuerkarte ersehen kann, welcher Arbeitnehmer Kirchenmitglied ist. Und deshalb sind doch, vor allem im Westen, viele Leute nur deswegen noch Kirchenmitglieder, weil sie durch einen Kirchenaustritt berufliche Nachteile befürchten.
    Und diese Befürchtungen sind auch gerechtfertigt. Wer z.B. bei der Kirche, der Caritas oder der Diakonie einen Job gefunden hat, wird doch durch seinen Kirchenaustritt sofort arbeitslos. (Und wer möchte das schon in der heutigen Zeit?).
    Wer auf Jobsuche ist, jedoch nicht Kirchenmitglied ist, wird natürlich garnicht erst eingestellt. Darum verbleiben auch viele Arbeitslose nur deshalb in der Kirche, um sich nicht die Möglichkeit zu verbauen, eventuell dort einen Job zu finden.
    Und auch in der Wirtschaft besteht die Gefahr, daß jemand, wer endlich einen Job gefunden hat, ihn nach Aushändigung der Lohnsteuerkarte bereits in der Probezeit wieder verliert. (Wobei natürlich dann die fehlende Kirchenmitgliedschaft nicht als Kündigungsgrund genannt wird. Doch wer einen Arbeitnehmer wieder loswerden will, findet dafür schon einen Weg.).
    Inzwischen ist es ja schon der Fall, daß manche Leute aus der ehemaligen DDR, die nie Kirchenmitglied waren, gezwungen werden in die Kirche einzutreten, um einen Job zu bekommen. Dies ist z.B. bei Erziehern oder bei medizinischem Pflegepersonal immer häufiger der Fall.
    Tatsache ist doch, daß in Einrichtungen, wie z.B. Krankenhäusern oder Kindergärten, welche in irgendeiner Verbindung zur Kirche oder einer kirchlichen Institution stehen, die Kirchenmitgliedschaft zur Einstellungsvoraussetzung gehört. Und dies hat doch mit Glaubensfragen absolut nicht zu tun, denn man wird doch nicht dadürch gläubig, weil man sich aus beruflichen Gründen gezwungen sieht in der Kirche zu verbleiben bzw. in ihr einzutreten.
    Doch erstaunlicherweise sieht die Sache völlig anders aus, wenn Kirchen bzw. kirchliche Institutionen von den HartzIV-Behörden Ein-Euro-Jobber zugewiesen bekommen: da wurde noch niemand wegen fehlender Kirchenmitgliedschaft abgelehnt.

  10. Amsterdam will seinen berühmten Rotlichtbezirk sanieren und die Zahl der Hurenschaufenster sowie die in der Innenstadt gelegenen Coffee-Shops zur Hälfte schließen. Demnach kämen (abzüglich Touristen) auf jeden Holländer nur noch sieben Nutten und 41,2 kg weiche Drogen: „Zum Leben zuwenig, zum Sterben zuviel!“ so ein sichtlich betroffener Amsterdamer Familienvater.

  11. Und was haben die Nutten in Amsterdam mit der Fusion evangelikalfundamentalistischer Splitterparteien in Deutschland zu tun?

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